Microservices, Micro-Prozesse und API

Was ist ein Microservices, wie funktioniert dieser? Zweck und Nutzen

Jochen Möller
27.12.2020

Je komplexer eine Anwendung, Website oder Software ist, desto fehleranfälliger ist sie. Einzelne Probleme an gewissen Stellen können nur schwer behoben werden, da die komplette Anwendung ein einziges zusammenhängendes System ist, das darüber hinaus auch zu Lasten der Performance gehen kann. Bei diesen Herausforderungen helfen Microservices. Sie machen es möglich, aus einem großen und komplexen Prozess mehrere Teilbereiche aneinanderzuketten und so flexibel auf die einzelnen Micro-Prozesse zugreifen zu können. Lesen Sie im Blogeintrag, wie genau das funktioniert und was es Ihnen bringt.

Definition: Was sind Microservices?

Jede Anwendungssoftware oder App erfüllt einen bestimmten Zweck. Dieser Zweck wiederum wird erreicht, indem eine Reihe an Prozessen in Gang gesetzt und erfüllt werden. Ein Teil dieser einzelnen Prozessschritte kann ausgelagert werden, so dass ein modulartiger und individueller Aufbau der Software möglich wird. Die kleinen, entkoppelten Prozesse werden „Microservices“ genannt.  

Aus den vielen kleinen, voneinander losgelösten Microservices entsteht eine Architektur, die auch äußerst komplexe Anwendungen unkompliziert lösen kann – die sogenannte microservices architecture. Untereinander kommunizieren die Microservices über Schnittstellen, die beliebig aneinandergereiht werden können. Dabei sind sie voneinander unabhängig und können damit auch voneinander losgelöst gesteuert werden. Eine Anwendungssoftware ist also völlig individuell und modular aufbaubar, jedes Unternehmen kann sie sich mehr oder weniger frei zusammenstellen.

Klingt praktisch und vielversprechend. Wie genau funktioniert diese Microservices Architektur nun?

Wie genau funktioniert die Microservices-Architektur?

Microservices kommen überall in der IT bzw. in Software-Anwendungen vor. Suchen Sie über eine Suchleiste ein bestimmtes Produkt im Online-Shop? Wahrscheinlich nutzen Sie damit einen Microservice. Sie haben das Produkt daraufhin in den Warenkorb gelegt? Auch damit haben Sie in den meisten Fällen einen Microservice genutzt.  

Das Geheimnis einer Microservices Architecture ist, dass sie im Normalfall nur diesen einen, vorgegebenen Zweck erfüllt. Sie ist somit zum einen sehr einfach ersetzbar, zum anderen aber für die zuständigen Entwickler unkompliziert und flexibel anpassbar. Die Microservices sind untereinander durch einfache Schnittstellen oder Protokolle verbunden. Daraus entsteht eine Art Kette von einzelnen Microservices, von denen der Anwender aber nichts mitbekommt. Für ihn stellt sich die Software bzw. die Website als einzige, komplette Anwendung dar.

Die einzelnen Microservices werden im Regelfall auf unterschiedlichen Servern und Betriebssystemen gehostet. Das hat zum einen den Vorteil, dass sie keine Überlastung und Performanceeinbuße verursachen, zum anderen können dadurch Anpassungen in der jeweiligen Leistung ganz einfach vorgenommen werden.

Doch nicht nur das, Microservices bieten eine Reihe weiterer Vorteile. Welche sind das?

Einsatz von Microservices: Wann sind Microservices sinnvoll?

Microservices sind überall dann sinnvoll, wenn komplizierte oder umfangreiche Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Denn einer der Hauptvorteile ist die genannte, autonome Skalierbarkeit. So können Kosten gespart, Ausfallzeiten minimiert und Performance geschont werden. Weitere Vorteile von Microservices sind:

  • Isolation der Microservices gegenüber anderen Services: Jeder Service kann damit unabhängig von anderen designed und für den Anwendungsfall implementiert werden. Ressourcen werden besser genutzt und die Services bleiben damit autonom editierbar.
  • Ersetzbarkeit der Services: Durch ihre voneinander unabhängige Entwicklung und den isolierten Einsatz können die Microservices sehr einfach ersetzt oder ausgetauscht werden.
  • Nutzen im Mittelpunkt: Die Funktionalität eines Service wird ständig weiterentwickelt, um den größtmöglichen Nutzen für den Anwender und den Anwendungsfall zu bieten.
  • Bei der Entwicklung komplexer Implementationen: pro Service ein Entwicklerteam: Jeder Service wird von einem Entwicklerteam produziert und gesteuert. Dabei müssen die Teams untereinander nicht kommunizieren, denn die Services funktionieren am Ende durch Schnittstellen miteinander, ohne gemeinsame Codeabschnitte aufweisen zu müssen. Das schafft eine unkomplizierte und unabhängige Basis der Entwicklung und Optimierung.
  • Klein und überschaubar: Da Microservices jeweils nur einen Zweck erfüllen, hält sich ihre Größe und ihr Bearbeitungsaufwand in Grenzen. Damit ist auch eine Anpassung oder die Erweiterung der Services unkompliziert realisierbar.

Die jeweiligen Vorteile variieren je nach Hersteller bzw. Entwickler der Microservices. Wie also finden Sie den für Sie besten?

EcholoN und Microservices

EcholoN bietet hier standardisierte Schnittstellen und das Data Workflow System für die Implementation von Microservices an. Im Kern ist das die API unseres EcholoN Frameworks, welches z.B. auch über GraphQL angesprochen werden kann. So können Daten standardisiert für den jeweiligen Anwendungsfall abgefragt, geändert oder auch Datenänderungen als Echtzeitupdate abonniert werden. So können Microservices ganz einfach in die bestehende System-Landschaft integriert und dabei unabhängig von dieser verwaltet und optimiert werden. Sie entscheiden, welcher Service für Sie wichtig ist und welche Funktionen Sie in Ihrem Unternehmen benötigen. Die Bereitstellung kann betriebssystemunabhängig im Backend und auch jedem Client-System (Windows, iOS, Android etc.) erfolgen.

Die Auswahl an verschiedenen Modulen für Microservices ist groß, unter anderem:

Standardmäßig stehen Ihnen bei EcholoN erfahrene und kompetente Servicepersonen zur Verfügung, die Ihnen bei der Auswahl, Implementierung und Nutzung helfen. Lassen Sie sich gerne unverbindlich beraten, die Mitarbeiter von EcholoN freuen sich auf Sie.