Service Asset Management

Bedeutung und Nutzen SACM

 

Ralph Bockisch
29.06.2021

Was bedeutet Service Asset and Configuration Management (SACM)? Welchen Nutzen bringt SACM, und wie lassen sich entsprechende Prozesse im Unternehmen etablieren?

Die Infrastruktur und die Systemlandschaften in Unternehmen werden zunehmend komplexer. Das liegt zum einen am Einsatz immer unterschiedlicherer Hard- und Softwares, zum anderen an den kürzeren Entwicklungszyklen. Zudem fehlt es oft an Transparenz im Bereich der IT-Services und Assets. Eine Folge davon ist, dass sich überflüssige Soft- und Hardware ansammelt, die nicht (oder nicht mehr) benötigt wird, aber weiterhin die IT-Kosten erhöht und Kapital bindet. Dieses Problem lösen Sie mit einem Service Asset and Configuration Management, das wir Ihnen im folgenden Artikel genauer vorstellen.

Definition: Was ist Service Asset and Configuration Management?

Im Service Asset and Configuration Management oder kurz SACM werden zwei unterschiedliche Prozesse zusammengeführt:

  • die Verwaltung der technischen Anlagen (wie Server, Software, Lizenzen usw.), die für die Bereitstellung von IT-Services genutzt werden, und
  • das Konfigurations-Management, bei dem die Konfigurationen, Abhängigkeiten und Beziehungen der verschiedenen Komponenten (der sogenannten Configuration Items oder kurz: CI) verwaltet werden.

Der SACM-Prozess stellt damit einen wichtigen Teilprozess im IT-Service-Management (ITSM) dar und ist ein zentraler Bezugspunkt für sämtliche andere ITIL-Prozesse.
Es gibt verschiedene Begriffe, die im Zusammenhang mit SACM von besonderer Bedeutung sind:

  • Service Assets: Das sind Ressourcen, die für die Bereitstellung der Serviceleistungen erforderlich sind. Solche Assets (auf Deutsch "Vermögenswerte" oder "Aktivposten") können Hardware, Software, Lizenzen oder Personen sein.
  • Configuration Items (CI): Ressourcen, die auf eine bestimmte Weise konfiguriert werden müssen, um einen Dienst oder einen IT-Service bereitzustellen. Beispiele für Configuration Items sind Server und andere Hardware, Software und Lizenzen, Verträge mit Lieferanten etc.
  • Die Configuration Management Database (CMDB) speichert für die Serviceerbringung oder -abrechnung relevante Informationen zu sämtlichen CIs. Hierzu muss jede s CI durch eine eindeutige Kennung zu identifizieren sein.
  • Das Configuration Management System (CMS) ermöglicht es, die in der CMDB gespeicherten Datensätze auszulesen und die hinterlegten Informationen auszuwerten.

Welche konkreten Aufgaben hat das Service Asset and Configuration Management im Unternehmen?

Das Service Asset and Configuration Management deckt den gesamten Prozess der Leistungserbringung von IT-Services im Unternehmen ab und soll diesen so transparent wie möglich darstellen. Das ist nicht nur bei großen, international agierenden Konzernen notwendig, sondern für jedes Unternehmen, das IT-Services anbietet. Mit einem effizienten SACM begrenzen Sie die Kosten und minimieren die Risiken.

Um ein SACM einzuführen, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  1. Messbare Ziele definieren: Welchen Nutzen soll das SACM bringen? Was genau soll verbessert werden, und wie lässt sich der Erfolg objektiv messen?
  2. Verantwortlichkeiten festlegen: Sowohl in der Einführungsphase als auch im laufenden Prozess müssen die Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt und allen Beteiligten vermittelt werden.
  3. Die richtige Vorgehensweise für die Einführung wählen: Wie sollen Informationen und Aufzeichnungen im Unternehmen zusammengeführt werden? Wie werden Konsistenz und inhaltliche Korrektheit der Daten sichergestellt?
  4. Inhalte der CMDB definieren: Sofern Sie keine fertige CMDB-Lösung nutzen, müssen Sie die Inhalte im Vorfeld festlegen. Typischerweise sind das neben den CIs weitere Attribute und Relationen, wobei gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
  5. CMDB mit Daten befüllen: Bereiten Sie alle Daten möglichst so auf, dass diese automatisiert in die CMDB übertragen werden können. So vermeiden Sie Fehler und brauchen weniger Zeit.

Welche Vorteile bietet ein SACM?

1. Kostenreduktion durch Identifizierung nicht genutzter Assets
Ungenutzte Lizenzen und Hardware verursachen Kosten, ohne etwas zum Erreichen der Unternehmensziele beizutragen. Sie können vielleicht nicht alle ungenutzten Assets mit sofortiger (Kosten-)Wirkung abbauen, doch mit einem effizienten SACM wird es Ihnen auf längere Sicht gelingen. Ebenso lässt sich damit die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit von Neuinvestitionen vorab bewerten und sicherstellen.

2. Vermeidung von Strafzahlungen
Die Lizensierung von Software bietet Unternehmen Vorteile, etwa geringere Anschaffungskosten und regelmäßige Updates. Allerdings müssen die Lizenzen überwacht und kontrolliert werden - und zwar möglichst nicht nur im Rahmen einer Betriebsprüfung durch den Softwareanbieter. Die zentrale Speicherung und Verwaltung in der CMDB sorgt für Übersicht lichkeit und unterstützt die IT-Verantwortlichen beim Lizenzmanagement. Außerdem stellt sie sicher, dass Betriebsprüfungen schneller durchgeführt werden können und keine Strafzahlungen wegen fehlender Lizenzen fällig werden.

3. Verbesserung des Risikomanagements
Veraltete Hard- und Software ist ein Risiko, das Sie durch SACM vermeiden können. Denn Sie hinterlegen alle genutzten und benötigten Versionen in der CMDB. Auf einen Blick lassen sich dann auch verschiedene Versionen identifizieren und Updates koordiniert in der gesamten IT ausrollen.

4. Ermittlung der Total Cost of Ownership
Für einen vollständigen Überblick über die Kosten eines IT-Assets hat sich die Kennzahl Total Cost of Ownership (Lebenszykluskosten) bewährt. Diese Informationen sind sowohl für die Investitionsplanung als auch für die Ermittlung korrekter Verrechnungssätze von Bedeutung.

5. Unternehmensweite Standardisierung
Nicht zuletzt standardisiert ein effizientes Service Asset and Configuration Management die Verwaltung von Hard- und Softwareassets sowie deren Konfiguration. Angefangen bei der Erfassung über die Verwaltung und das Lifecycle-Management bis hin zum Reporting stellt SACM sicher, dass für alle Assets valide, vollständige und aktuelle Daten genutzt werden.

Wie unterstützt EcholoN SACM in der Praxis?

EcholoN stellt Ihnen ein leistungsstarkes Configuration Management System (CMS) mit einer integrierten CMDB zur Verfügung. In der CMDB können Sie sämtliche IT-Assets und die für die Erbringung der IT-Services erforderlichen Konfigurationen strukturiert speichern und verwalten. In der EcholoN CMDB werden die Beziehungen der einzelnen Assets intuitiv verständlich und transparent abgebildet. Auf Wunsch können Sie sie hierarchisch einteilen lassen, je nach Anforderung in Business Services (z. B. Auftragserfassung), Service Element (z. B. Backup-Schedule ) und Basis Element (involvierte Hard- oder Software, Personal oder andere Ressourcen).

In der EcholoN CMDB lassen sich Typ und Kategorie eines Configuration Items (CI) oder technische Attribute eines Basis Elements hinterlegen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Konfigurationselemente (z. B. Changes, Verträge, Störungen) zu relationieren. Auf diese Weise können Sie mit der EcholoN CMDB ein CI über den gesamten Lebenszyklus steuern - unabhängig davon, ob sich dessen Daten im Laufe der Zeit verändern oder nicht. Auf Knopfdruck haben Sie den Überblick über alle CIs und können sie nach unterschiedlichen Kriterien filtern und sortieren.

Alle Assets, CIs und den Items zugeordnete Dokumente (z. B. Auditberichte) verwalten Sie im EcholoN Configuration Management System. Damit stehen Ihnen alle relevanten Informationen und Daten zentral zur Verfügung, was den administrativen und organisatorischen Aufwand im IT-Service- und Assetmanagement erheblich verringert.

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