Field Service Management (FSM) bezeichnet die Organisation von Servicearbeiten, die mobile Teams außerhalb des Unternehmensstandorts ausführen. Dazu gehören typischerweise die Erfassung eines Auftrags, die Einsatzplanung, die Arbeit vor Ort und die anschließende Dokumentation.
FSM kann Wartung und Reparatur umfassen, aber auch Installation, Inspektion und andere technische Dienstleistungen. Welche Aufgaben dazugehören, hängt vom Serviceangebot und den Abläufen des jeweiligen Unternehmens ab.
Der Field Service Management Software Guide von SourceForge beschreibt FSM-Software als Unterstützung für Serviceabläufe mit mobilen Teams. Als typische Funktionen nennt er unter anderem Einsatzplanung, Arbeitsauftragsverwaltung und mobile Anwendungen für Techniker. Auch EcholoN ist in der FSM-Kategorie von SourceForge gelistet.
FSM verbindet mehrere Schritte, die sonst häufig über getrennte Werkzeuge, Nachrichten und manuelle Übergaben organisiert werden:
Nicht jedes FSM-System bildet alle diese Schritte gleich ab. Zum Umfang können außerdem Serviceverträge, Garantien, Ersatzteile, Kundenkommunikation, Abrechnung oder die Einbindung externer Dienstleister gehören. Das sind mögliche angrenzende Funktionen, aber nicht in jedem Unternehmen der Kern des Field Service Managements.
Ein Maschinenhersteller erhält die Meldung, dass eine Anlage bei einem Kunden nicht mehr ordnungsgemäß arbeitet. Der Innendienst erfasst die Störung und verknüpft sie mit der Anlage und ihrer Servicehistorie. Die Disposition prüft, welche Qualifikation und welches Zeitfenster benötigt werden, und weist den Auftrag einem verfügbaren Techniker zu.
Der Techniker erhält die Auftragsinformationen mobil, prüft die Anlage vor Ort und führt die Reparatur aus. Anschließend dokumentiert er die durchgeführten Arbeiten, benötigte Zeit und gegebenenfalls verwendete Ersatzteile. Ist die Anlage wieder betriebsbereit, wird der Auftrag abgeschlossen. Sind weitere Arbeiten erforderlich, geht der Vorgang mit der Rückmeldung an die zuständige Stelle zurück.
Das Beispiel zeigt den Zusammenhang zwischen Auftrag, Planung, Ausführung und Rückmeldung. Die konkreten Schritte unterscheiden sich je nach Serviceorganisation, Vertrag und Art des Einsatzes.
Disposition bringt Aufträge, Zeitfenster und verfügbare Ressourcen zusammen. Je nach Serviceprozess müssen dabei etwa Qualifikationen, Einsatzorte, benötigte Teile und kurzfristige Änderungen berücksichtigt werden.
Wie Unternehmen diese Planungsfragen angehen und welche Kriterien bei der Technikerdisposition eine Rolle spielen, erläutert der Beitrag Effiziente Disposition – Einsatzplanung und Technikerdisposition.
FSM-Software unterstützt die digitale Bearbeitung der genannten Prozessschritte. Je nach Produkt und Konfiguration kann sie Arbeitsaufträge verwalten, Disponenten eine Übersicht zu Aufträgen und Ressourcen geben, mobile Anwendungen für Techniker bereitstellen und Rückmeldungen strukturiert dokumentieren.
Bei der Auswahl sollten Unternehmen den eigenen Ablauf prüfen und nicht nur eine Funktionsliste vergleichen. Wichtige Fragen sind:
Der Umfang der Planungsunterstützung unterscheidet sich je nach Software. Unternehmen sollten anhand ihrer Abläufe prüfen, welche Planungsfunktionen sie benötigen und welche Entscheidungen automatisiert werden sollen.
Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Schwerpunkte, die sich in der Praxis überschneiden können:
| Begriff | Typischer Schwerpunkt |
|---|---|
| Field Service Management (FSM) | Planung und Steuerung mobiler Servicearbeiten – vom Auftrag über Disposition und Ausführung bis zur Rückmeldung. |
| CMMS | Verwaltung von Instandhaltungsaufgaben, Wartungsplänen, Anlageninformationen und der dazugehörigen Arbeitshistorie. |
| Enterprise Asset Management (EAM) | Verwaltung von Anlagen über ihren Lebenszyklus hinweg, häufig einschließlich Beschaffung, Betrieb, Instandhaltung und Ausmusterung. |
Ein CMMS oder EAM kann einen Wartungs- oder Reparaturbedarf verwalten und einen mobilen Einsatz auslösen. FSM organisiert dann die Ausführung durch ein Außendienstteam. Je nach Systemlandschaft können diese Funktionen in einer Lösung zusammenlaufen oder über Schnittstellen verbunden werden.
Eine ausführlichere Einführung bietet der Beitrag Was ist ein CMMS?.
Unternehmen, die eine Software für Disposition, mobile Auftragsbearbeitung und die Dokumentation von Außendiensteinsätzen suchen, können sich den konkreten Funktionsumfang auf der EcholoN-Lösungsseite für Field Service Management ansehen.